Ich bin für EMAS - wollen Sie wissen warum?

» Ich halte EMAS für einen wesentlichen Bestandteil moderner Unternehmensführung. Im EMAS ergänzen sich die Eigenverantwortung der Wirtschaft und staatliches Handeln beispielhaft.

Zudem fördert dieses moderne betriebliche Umweltmanagementsystem die Zukunftsfähigkeit des Standortes Deutschlands. Ökonomie und Ökologie sind in der Vergangenheit häufig als Gegensätze betrachtet worden. Zu Unrecht. Beide Bereiche gehören zusammen. Eine gesunde Umwelt und der schonende Umgang mit den natürlichen Ressourcen sind Voraussetzung für eine langfristig stabile wirtschaftliche und soziale Entwicklung. Institutionen, die nach EMAS arbeiten, übernehmen Verantwortung für ihre Zukunft. Sie wirtschaften nachhaltig und umweltgerecht. EMAS zeigt auch, dass die Einhaltung von Umweltstandards zahlreiche Wettbewerbsvorteile bietet. Es senkt nicht nur die Kosten, sondern verbessert u.a. auch das Image, schafft zunehmend Vorteile bei der Vergabe öffentlicher Aufträge und bietet Rechtssicherheit bei Haftungsfragen.

EMAS hat für mich aber auch einen sozialen Aspekt. Bei EMAS sind in den Prozess der kontinuierlichen Verbesserung der Umweltleistungen Mitarbeiter mit einbezogen. Dies dient nicht nur der Identifizierung der Mitarbeiter mit den Umweltinteressen des Unternehmens. Umweltmanagement wird hier auf freiwillige Art „gelebt“. Wer dies tut, ist auch ein hervorragender Umweltmultiplikator. Integrierter konsequenter Umweltschutz lohnt sich also. Ich hoffe, dass künftig noch mehr Institutionen EMAS als Bestandteil ihrer Unternehmensführung ansehen. Dazu muss die anstehende Novelle der EU- Verordnung deutlich mehr Anreize für Unternehmen und Organisationen setzen, sich an diesem System zu beteiligen. Eine Konsolidierung des freiwilligen Umweltmanagements ist ebenso erforderlich wie eine moderate Weiterentwicklung, die unbürokratisch ist sowie den aktuellen staatlichen und betrieblichen Belangen der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes Rechnung tragen. Als Umweltpolitikerin werde ich mich dafür einsetzen. «

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Petra Bierwirth, MdB, ehemalige Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit des Deutschen Bundestages, SPD

 Petra Bierwirth