Wir sind für EMAS - wollen Sie wissen warum?

» Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit ist seit 2006 mit seinem Dienstsitz in Bonn EMAS-registriert. Über 800 Beschäftigte tragen durch ihr eigenes Verhalten maßgeblich dazu bei, dass die bedeutenden Umweltaspekte mit hoher Handlungsrelevanz, nämlich Stromverbrauch, Emissionen aus den Bereichen Fuhrpark, Dienstreisen und Wärmeenergieverbrauch kontinuierlich betrachtet und ihre Auswirkungen verringert werden. Jeder Mitarbeiter hat die Möglichkeit, sich im Rahmen von EMAS mit Vorschlägen zur Verbesserung der Umweltleistung einzubringen.

Im Rahmen unserer EMAS-Teilnahme wurden zahlreiche Effizienzpotenziale identifiziert. Ein anschauliches Beispiel stellt die Umstellung der zentralen Informationstechnik im Rechenzentrum Bonn dar. Durch eine Server-und Storagevirtualisierung und - konsolidierung in 2009 konnte der Stromverbrauch um rund 60 % (70.000 kWh/J) reduziert 'werden. Die Rechenzentren für Informationstechnik und Telekommunikation wurden flächensparend in einem einzigen Raum zusammengelegt und die Kältetechnik durch eine neue und energieeffiziente Anlage angepasst. Es wird davon ausgegangen, dass nach der Erneuerung der Klimatisierung des Rechenzentrums der dadurch erzeugte Energieverbrauch um 80% sinkt (200.000 kWh/J).

Das Bundesumweltministerium und die Behörden seines Geschäftsbereiches beziehen seit 2004 Ökostrom, dieser Bezug wird nach einer erneuten europaweiten Ausschreibung in 2009 auch rur die Jahre 2010 bis 2012 fortgesetzt. Im Zeitraum von 2004 bis 2009 wurden bei einem Gesamtverbrauch von 23.746.855 kWh, im Vergleich zu einem sonstigen Strom-Mix (0,613 kg/kW h) insgesamt 14.556.822 kg CO2 eingespart.

Die EMAS-Novelle von 2009 gibt uns Kernindikatoren zu Energie-und Materialeffizienz, Wasser, Abfall, biologischer Vielfalt und Emissionen vor. Sie deckt sich mit unseren umweltpolitischen Zielen für mehr Energie- und Materialeffizienz sowie zur Verringerung der C02-Emissionen. Wir versprechen uns von den seitens der EU-Kommission angekündigten Referenzdokumenten für verschiedene Branchen Hilfestellungen vor allem für die vielen kleinen und mittleren Unternehmen, die mit Hilfe der Kernindikatoren ihre Umweltentlastungs-und Kosteneinsparpotenziale erkennen und nutzen können. Dies betrifft auch Bundesbehörden, für deren EMAS-Teilnahme wir uns einsetzen.

Das Bundesumweltministerium wird seine Umwelterklärung in Richtung Nachhaltigkeitsbericht weiterentwickeln. Dabei sehen wir zunächst einen Schwerpunkt bei den Mitarbeiterbelangen. Gesundheitsförderung, Aus-und Weiterbildung, Arbeitszeitmodelle und Gleichstellung sind Themen, bei denen wir in den kommenden Jahren Ziele und Maßnahmen festlegen diese durchführen und hierüber berichten wollen.
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Dr. Norbert Röttgen, ehemaliger Bundesumweltminister (2009-2012)

Dr. Norbert Röttgen